800 Jahre Kloster Saarn

Das Zisterzienserinnenkloster in Saarn (1214 – 1808) führte in seiner langen Geschichte ein zurückgezogenes Leben am Rande der großen europäischen Ereignisse. Das Kloster übte eine umfassende Grundherrschaft aus, war kultureller Mittelpunkt und genoß Wohlstand und Ansehen.

Mit den Klosterreformen nach dem abendländischen Schisma begann auch für das Saarner Kloster eine Zeit des Umbruchs. Die steten Veränderungen der äußeren Lebensbedingungen führten vor allem zwischen 1450 bis 1650 zu Perioden mit weltlichen, teilsweise sogar luxuriösen Lebensverhältnissen der Nonnen. Die inneren Krisen zeigten, wie schwierig es war, ein monastisches Leben in strenger Observanz zu führen.

Widerstände des Konvents gegen Reformen blieben aus Sorge um den Erhalt der Privilegien nicht aus. Reformen hatten nur zeitlich begrenzte Erfolge. In der Zeit der Reformation erreichte die Krise einen Höhepunkt. Zwar blieb das Kloster katholisch, doch ließen sich letztlich die mittelalterlichen Vorstellungen eines klösterlichen Lebens unter strengen Klausurbedingungen dauerhaft nicht durchsetzen.

Das Kloster entging Zerstörungen und Plünderungen und erlebte  in seiner letzten Phase  nochmals eine wirtschaftliche Blüte.

Aktualisierung: 01.09.2015 - 21:23 / Redakteur: H.Dickmann
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